Hier finden Sie stets aktuelle Nachrichten aus Litauen
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“Baltische Rundschau” über aktuelle Ereignisse
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Der Skandal um den litauischen
Präsidenten Rolandas Paksas, dem schwere
Verstöße gegen die Verfassung und die Verletzung des
Amtseides vorgeworfen werden, hatte die litauische Innenpolitik
Monate lang dominiert. Mit der am 6. 4. 2004 mit
Drei-Fünftel-Mehrheit beschlossenen Absetzung des
populistischen Präsidenten setzte das litauische Parlament
einen vorläufigen Schlusspunkt in dieser Affäre.
Begründet wurde die Absetzung Paksas
mit dessen verfassungswidrigen Verleihung der litauischen
Staatsbürgerschaft an den im Dunstkreis der Mafia
angesiedelten Russen Jurij Borivsov, einem Hauptsponsor des
Paksas-Wahlkampfs, der Weitergabe von
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Geheiminformationen und unerlaubte
Einflussnahme mit dem Ziel, Aktien der Gesellschaft
"Zemaitijos keliai" einem persönlichen
Vertrauten zukommen zu lassen.
Der Absetzung war eine dramatische
Verteidigungsrede des Präsidenten im litauischen Fernsehen
vorausgegangen, die nach Ansicht von Beobachtern
Wahlkampfcharakter trug. Paksas hatte zwar Fehler eingestanden,
nannte sie aber unwesentlich und bestritt, dem litauischen Staat geschadet zu haben.
Bis zur Neuwahl eines Präsidenten
führt nun Parlamentspräsident Arturas Paulauskas die
Amtsgeschäfte des Präsidenten. Dieser wertete die
Amtsenthebung Paksas als Sieg der Gerechtigkeit und als Zeichen
der demokratischen Reife des Landes.
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Quelle: Wahlkommission
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Samstag 10. und Sonntag 11 Mai waren die
Litauer aufgerufen, über den Beitritt zur
Europäischen Union abzustimmen.
Obwohl neben Präsident Rolandas
Paksas, der Regierung und der katholischen Kirche auch alle
maßgeblichen politischen Parteien für ein
“Ja” zu Europa eintreten, herrschte im Land
Anspannung, ob das Referendum ein gültiges Ergebnis
bringen wird.
Zwar zweifelet kaum jemand an einer
Mehrheit für Europa - allein die Teilnahme am Referendum
könnte unter die 50-Prozent-Marke bleiben, lautete die
Befürchtung. Das hätte eine Wiederholung der
Abstimmung nötig gemacht und eine internationale Blamage
mit sich gebracht.
Das nunmehr vorliegende Ergebnis bedeutet
mit einer Zustimmung von 91 Prozent zu Europa bei einer
Wahlbeteiligung von rund 64 Prozent ein
überwältigendes “Ja” zu Europa, das
selbst Europa-Enthusiasten in diesem Ausmaß nicht
erwartet hatten.
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EU: Litauen ab 2004 dabei
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Beim Endspurt der EU-Beitrittsverhandlungen
in Kopenhagen konnte auch mit Litauen in allen strittigen
Punkten Einigung erzielt werden. Insgesamt kommen zu den 15
bisherigen EU-Mitgliedsstaaten durch die erste
Osterweiterungsrunde im Jahre 2004 10 neue Mitgliedsstaaten
dazu. Bulgarien und Rumänien sollen 2007 nachfolgen.
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Verhandlungen sich bis zum letzten Moment
hinziehen”.
Wie in den anderen Beitrittsländern
auch, muss in Litauen das Volk über einen EU-Beitritt
bestimmen. Sowohl Präsident Adamkus als auch
Premierminister Bra-zauskas äußerten sich nach dem
Kopen-hagener Gipfel zuversichtlich darüber, dass die
Abstimmung pro EU erfolgen wird.
Nach Meinungsumfragen im November 2002
sprachen sich in Litauen 61, 8 für einen EU-Beitritt ihres
Landes aus, rund 19 Prozent waren dagegen, der Rest hatte noch
keine Entscheidung getroffen.
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